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Prioritäten erklärt

Dieser Artikel beschreibt die Prioritäten Hierarchie in Blackout.

Verfasst von Peter Assmann
Vor über 3 Monaten aktualisiert

Die Prioritäten Hierarchie

Alles in Blackout folgt einer klar definierten Prioritäten Reihenfolge.
Von höchster zu niedrigster Priorität:


1. Park (Coming Soon)

Sobald dieses Feature vollständig implementiert ist, kannst du Lampen Werte parken.

  • Geparkte Werte können von keiner anderen Control-Quelle überschrieben werden

  • Auch Master Fader, Command Line oder Super Priority Faders haben keinen Einfluss

  • Ideal für Notbeleuchtung oder Lampen, die zwingend einen festen Wert behalten müssen

  • Geparkte Lampen sind absolut fixiert. Nicht einmal der Master hat einen Einfluss auf diese Werte. Auch können geparkte Werte nicht in Looks gespeichert werden.

Typische Anwendung:

  • Live-Events

  • Hintergrundlicht (z. B. Banner-Uplight)

  • Situationen, in denen Änderungen absichtlich schwer rückgängig zu machen sein sollen

🟢 Geparkte Fixtures oder Parameter sind mit einem Baum-Icon gekennzeichnet.

Unterschied zu FREEZE:
Park ist bewusst schwer aufzulösen, FREEZE ist ein temporäres Workflow-Tool.


2. Master Fader

  • Kontrolliert die globale Intensity

  • Wirkt auf alle Fixtures unterhalb in der Hierarchie

  • Kann keine geparkten Werte überschreiben

Der Master Fader dient als globaler Inhibitor für Intensitäten – unabhängig davon, welcher Fader oder State aktiv ist.


3. Inhibitive Faders

Zweck: Begrenzen den maximalen Wert eines Fixtures

Funktionsweise:

  • Setzt eine Obergrenze

  • Kein anderer Fader, keine Command Line und kein Super Priority Fader kann darüber hinausgehen

Beispiel:

  • Inhibitive Fader auf 50 % Intensity

  • Kein anderer Control-Wert kann die Lampe heller machen

Typische Einsätze:

  • Sicherheitsbegrenzungen

  • Venue- oder Temperatur-Limits

Diese Priority wird genutzt, um Levels aktiv zu begrenzen, unabhängig davon, was darunter passiert.


4. Effects

  • Liegen unterhalb von Inhibitive Faders

  • Können von niedrigeren Prioritäten nicht überschrieben werden

  • Laufen stabil und unabhängig, sobald sie gestartet sind

Ideal für automatisierte, wiederholbare Bewegungen oder Looks.


5. Super Priority Faders

Besonderes Verhalten:

  • Startet additiv und wird non-additiv, sobald sie den Maximalwert erreichen

Eigenschaften:

  • Auto Stop ist standardmäßig OFF

  • Können Effects und Inhibitive Faders nicht überschreiben

  • Command Line kann sie nicht überschreiben

Typischer Use Case:

„Ich brauche dieses Licht JETZT auf einem Fader – egal was sonst läuft.“

📝 Standardmäßig sind Super Priority Faders Exclude from Record
→ Ihre Werte landen nicht in Looks


6. Freeze

  • Wandelt Command-Line-Werte in einen eingefrorenen Super-Priority-Zustand

  • Ermöglicht das Abspielen von Looks, während manuelle Änderungen erhalten bleiben

Typischer Workflow beim Programmieren:

  • Designer ruft schnelle Änderungen

  • Programmer friert die Werte ein

  • Nächster Look wird abgespielt

  • Werte bleiben bestehen

  • Danach: Unfreeze + Update Look

FREEZE ist ein temporäres Workflow-Tool, im Gegensatz zu PARK.


7. Command Line/Manual Values

  • Können alles unterhalb von Super Priority überschreiben

  • Wenn ein Fader gedumpt und wieder hochgezogen wird, übernimmt er erneut die Kontrolle

  • Können keine Super Priority Faders, Effects oder Inhibitive Faders überschreiben

Command Line und Fixture Controls Sidebar haben dieselbe Priority.

⚠️ Nur LTP, HIGH, HTP (und eingefrorene Werte) können von der Command Line überschrieben werden.


8. HTP (Highest Takes Precedence) Faders

  • Gilt nur für Intensity

  • Der höchste Wert gewinnt

  • Andere Parameter (Color, Position) bleiben LTP

Typisch für klassische Intensity-Steuerung mit mehreren Quellen.


9. High Priority Faders

  • Eine Stufe über normalem LTP

  • Können nicht von Standard LTP überschrieben werden

Ideal, wenn ein Control immer Vorrang vor normalem Playback haben soll.


10. LTP (Latest Takes Precedence) Faders

Standard-Priority

  • Der zuletzt bewegte Control gewinnt

  • Gilt für Faders und Command Line

Grundprinzip moderner Lichtsteuerung:

„Was ich zuletzt anfasse, kontrolliert die Lampe.“


Zentrale Konzepte

LTP vs HTP

  • LTP (Latest Takes Precedence): Der letzte Wert gewinnt

  • HTP (Highest Takes Precedence): Der höchste Intensity Wert gewinnt (andere Parameter bleiben LTP)

Additive vs Non-Additive Faders

  • Additive (Standard): Werte werden addiert

  • Non-Additive: Springt direkt auf den Fader-Wert

  • Super Priority Faders sind:

    • Additive → bis Max

    • Danach → Non-Additive

Auto Start / Auto Stop

  • Auto Start: Fader aktiviert sich beim Hochziehen

  • Auto Stop: Fader deaktiviert sich bei 0

  • Super Priority: Auto Stop OFF

Overwritten Setting

  • ON (empfohlen):: Höhere Prioritäten schalten niedrigere ab

  • OFF: Niedrigere Prioritäten bleiben aktiv und übernehmen später wieder


Praktische Anwendungen

Live-Show

  • Super Priority Faders für kritische Live-Anpassungen

Sicherheit

  • Inhibitive Faders für maximale sichere Werte

Layered Control

  • Denk an den Adobe Photoshop Layer

  • Jeder Fader ist eine zusätzliche Ebene

Temporäre Eingriffe

  • High Priority Faders für kurzfristige Overrides


Tipps für sauberes Arbeiten

  • Starte mit LTP

  • Nutze Inhibitive nur, wenn nötig

  • Super Priority für Live Arbeiten während einer Show

  • Behalte die Hierarchie im Kopf

  • Lass Overwritten eingeschaltet


View States

Über die Top Navigation Bar kannst du jederzeit sehen:

  • Welche Priority gerade wirkt

  • Ob Werte von Faders, Sequences, Effects oder anderen Quellen kommen

Priorities zu verstehen ist wie eine neue Sprache zu lernen.
Nimm dir Zeit, probiere Szenarien aus – mit etwas Praxis wird das System sehr logisch und extrem mächtig.

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